Willkommen beim Bittner-Bäcker aus Glatz in Schlesien

Wappen der Grafschaft Glatz

Schlesier Wappen

Glatzer Rose

Erinnerungen an die Zeit in der Grafschaft Glatz vor der Vertreibung

und an das Wiedersehen nach über 50 Jahren im Jahre 2000.

Diese Seiten sollen für mich eine Bewältigung der Vergangenheit, eine Erinnerung an unbeschwerte Kindertage und ein Vermächtnis meiner Eltern und Grosseltern sein.

Mit der Vertreibung im März 1946 begann für uns eine neue Zeitrechnung - es war für uns gewissermassen das Jahr Null - denn mit der Vertreibung waren wir, mindestens wirtschaftlich, bei Null angekommen.

Vorwort und Dank

 An was ich mich erinnere, zeigt diese Homepage.

 Was damals geschah, ist unter www.grafschaft-glatz.de/vertreib/ zu lesen.

Dem dort geschriebenen brauche ich nichts hinzu zufügen. Wir waren der Nachbartransport, der am 6. März 1946, dem 31. Geburtstag meiner Mutter begann.

Nach zehn Tagen Transport im Viehwagon landeten wir schliesslich in Borgloh / Allendorf, dem heutigen Hilter a.TW.

 Statt Zentralheizung und fliessendem Warm- und Kaltwasser gab es jetzt Schwengelpumpe und Petroleumlicht.

Besonders gewöhnungsbedürftig war für uns der Umstieg vom WC auf das Plumpsklo im Stall.

An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass zu dieser Zeit das Osnabrücker Land bereits mit ausgebombten Städtern restlos überfrachtet war. Hinzu kam noch eine Anzahl Berliner Kinder, zum grossen Teil Kriegswaisen, unserem Schicksal ähnlich.

 Trotz aller Widrigkeiten meisterten meine Eltern und Grosseltern mit ihrem Allroundtalent und schlesischen Fleiss die Situation:

Schon im nächsten Frühjahr baute Grossvater eigenes Gemüse an. 1952 fuhr mein Vater bereits ein eigenes Auto und hatte 1955 ein eigenes Haus gebaut.

Doch die Erinnerungen an meine unbeschwerten Kindertage in Glatz waren immer wieder gegenwärtig und wollten nicht verblassen.

Im Mai 2000 fuhr mein Jugendfreund der Pfarrer Friedel Schönhoff mit seinen Niederschwedeldorfern nach Glatz. Er fragte nach meinem Elternhaus und weiteren Details.

 “ Wenn Du es genau wissen willst, so nimm uns mit. “

Wiedersehen nach 54 Jahren.

 Wir schlossen uns also der Reisegruppe der Niederschwedeldorfer an - eine Woche Schlesien, die Grafschaft und Glatz.

Erste Station war das Hotel Las in Piechowice - Petersdorf -, im Riesengebirge. Von hier aus machten wir Tagesausflüge nach Hirschberg, Schweidnitz, usw. .

Nach drei Tagen fuhren wir weiter in die Grafschaft Glatz, nach Bad Altheide - Polanica Zdroj -.

 Am vorletzten Tag stand morgens die Stadt Glatz auf dem Programm. Der Rest des Tages war zur freien Verfügung. So hatten wir Zeit und Gelegenheit die Stätten meiner Kindheit zu besuchen.

 Am Sonntag, den 20. Mai 2000 waren wir in Kloster-Oesede abgefahren, am Sonntag darauf fuhren wir nach Hause.

Zu Hause angekommen waren wir voll, nein überfüllt mit Eindrücken.

Der Kopf war voll, wir mussten zuerst einmal Abstand gewinnen.

 Die neuen Eindrücke hatten sich mit den Erinnerungen aus meiner Kindheit vermischt, summiert und zu Teil auch differenziert.

Also haben wir unseren Caravan angespannt, sind nach Schleswig-Holstein gefahren und haben das Thema Glatz konsequent gemieden.

Heute, zehn Jahre später greife ich das Thema erneut auf. Die Erinnerungen an Glatz lassen sich einfach nicht verdrängen.

 Was Vertreibung aus der Heimat heisst, kann letztendlich nur der beurteilen, der es erlebt hat und selbst da gibt es noch Unterschiede.

Aber wie schon gesagt:

Überall herrschte Hunger -  fürchterlicher Hunger -

Für den Rest meines Lebens bleibe ich mit meinen Erinnerungen an Glatz in Hagen am Teutoburger Wald im Osnabrücker Land.

Eigentlich habe ich mich in der neuen Heimat, in Allendorf wie in Hagen gleich eingelebt und gehörte unter Kindern bald dazu.

Dass ich bis jetzt ein glückliches und erfülltes Leben hatte, ist unbestritten.

Das Schicksal hat es gewollt, dass alles so gekommen ist.

Für den Rest meines Lebens bleibe ich mit meinen Erinnerungen an Glatz in Hagen am Teutoburger Wald im Osnabrücker Land.

An dieser Stelle bedanke ich mich bei Herrn Stefan Günther für die Korrektur dieser Seiten und viele Anregungen, sowie bei der Familie Stefan und Danuta Bialik für die Übersetzung in polnische Sprache.

Dank

 So brach für mich die Hemmschwelle, die Heimat meiner Kindertage doch noch eimal wieder zu sehen.

Längst hatte ich in Hagen und auch in den drei Jahren Allendorf neue Wurzeln geschlagen.

Weitere Links:

Erinnerungen an Glatz - das heutige Klodzko

Sohn des Bäckermeisters Gerhard Bittner

Manfred Bittner

Elektromeister

Enkel des Bäckermeisters Paul Bittner

Bittner-Bäcker aus Glatz in Schlesien

Erinnerungen an meine Kindheit

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